Kosten-SCHOCK: Termin mit dem Wegewart zur Baustellenüberfahrt / Gehwegüberfahrt

Kosten-SCHOCK: Termin mit dem Wegewart zur Baustellenüberfahrt / Gehwegüberfahrt
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„Heute war einer der verdammten Tage, die ich kaum ertrage…“ – ich dachte, ich fange den heutigen Blogbeitrag einmal mit einer Zeile von den Fantastischen Vier an.  Ihr könnt fast erahnen, dass es kein Termin mit dem Wegewart zum Thema Baustellenüberfahrt / Gehwegüberfahrt war, der Jubelstürme auslöste.

Ehrlicherweise sind wir im Planungsablaufgespräch bereits von Frau Elbasyouny von Sternhaus darüber informiert worden, dass der Wegewart einen relativ hohen Betrag aufrufen wird. Da waren aber von 5.000 Euro die Rede. Aber es wurde sogar noch mehr…

Zusammenfassung

  • Eine Bauüberfahrt soll den Gehweg vor Beschädigungen schützen
  • Bei einem Doppelhaus erhöht die zweite Auffahrt entsprechend die Kosten
  • Die Kosten der Bauüberfahrt / Gehwegüberfahrt inkl. einer zweiten Auffahrt können in Hamburg zwischen 5.000 bis 7.800 Euro liegen

Unser Termin mit dem Wegewart

Bereits in der Kostenaufstellung zu den Baunebenkosten war ein Posten zur Baustellenüberfahrt enthalten, wir wussten also dass da etwas auf uns zukommt.

Steffi hatte einen Termin mit dem Wegewart vereinbart und so trafen wir uns in der Mittagspause bei strahlendem April-Wetter vor unserem neuen Grundstück. Da wir ein wenig eher vor Ort waren, haben wir die Zeit genutzt und uns schon mal bei der Nachbarin vorgestellt – die dachte wahrscheinlich zuerst, dass wir (mit den Unterlagen für den Wegewart und die Gehwegüberfahrt) etwas verkaufen wollen 🙂 War aber dann sehr nett und das nächste Mal gehen wir auch auf einen Kaffee vorbei.

Was ist eine Baustellenüberfahrt / Gehwegüberfahrt & welche Dokumente werden benötigt?

Eine Baustellenüberfahrt, Bauüberfahrt oder Gehwegüberfahrt ist eine Leistung der Stadt Hamburg, um einen vorhandenen Gehweg vor Beschädigungen zu schützen. Die Überfahrt verbindet damit die Straße und das Grundstück, wo dann die Baustraße anschließt und ermöglicht dann, dass die Gewerke und Laster entsprechend auf das Grundstück gelangen.

Die Kosten, die dadurch entstehen sind nicht unerheblich und gehören zu den Baunebenkosten und sollten unbedingt eingeplant werden.

An Dokumenten haben wir folgende mitgenommen:

  • vom Notar beglaubigte Kopie vom Grundstückkaufvertrag
  • Auszug aus dem Katasteramt: Flurkarte
  • ggf. bereits das ausgefüllte Formular

Der Ablauf

Um 12:30 kam dann auch der Wegewart mit einem Mitarbeiter der Firma Druve, die uns dann auch sehr freundlich begrüßten und nicht den Eindruck hinterließen, den man sich generell vorstellt, wenn man das Wort „Wegewart“ hört.

Der Wegewart fragte kurz, ob uns der Bauträger etwas mitgegeben hat oder ob wir Präferenzen hätten, wo die Gehwegüberfahrt platziert wird. Da unsere Information war, dass dies der Wegewart festlegt, hatten wir auch keine Vorstellungen.

So wurde dann die bestehende Auffahrt auch als Baustellenüberfahrt festgelegt und mit einem Farbspray als Trapez markiert mit den Abmaßen 5m in der Breite am kurzen Ende und am breiten Ende dann mit 7m und 2,5 Meter in der Tiefe.

Für die endgültige Wiederherstellung der Auffahrt würden wir ein Wabenmuster erhalten und könnten noch auswählen, ob wir 3m oder 3,5m in der Breite haben möchte. Es folgte noch ein wenig Papierkram und Formulare, die wir in dreifacher Ausfertigung postalisch an den Wegewart schicken müssen.

Die aktuellen Platten werden dann weggerissen und durch 15cm Asphalt ersetzt, um dann nach dem Abschluss der Bauarbeiten der Wabenoptik-Auffahrt zu weichen.

Schockschwerenot: Die Kosten

Dann hat der Wegewart etwas gerechnet und addiert *Grübel, Grübel & Studier* und sagte dann, dass die Kosten für die Baustellenüberfahrt bei ca. 7.800 Euro für beide Doppelhäuser inkl. der Schaffung von zwei Auffahrten liegen. Da waren wir geschockt, unsere Planung waren 5.000 Euro; das war schon mal zu Beginn der Bauplanung ein Hammer.

7.800 Euro – da muss die Bauüberfahrt und später die richtige Auffahrt aber aus Marmor sein; leider nicht.

Wie diese Kosten zustande kommen, kann ich ehrlicherweise nicht nachvollziehen. Der Gehweg besteht aktuell aus Kies und die Auffahrt aus Beton-Platten, was soll da bitte groß beschädigt werden. Wenn ich böse Gedanken hätte, dann würde ich direkt schreiben, dass wir die Stadt Hamburg damit finanzieren oder das Elbphilharmonie-Haushaltsloch stopfen.

Auffahrt mit Beton

Da wir die Kosten auf zwei Parteien aufteilen mindert es den Schmerz etwas, aber insgesamt doch schon sehr verwunderlich in der Höhe?

Wie hoch sind die Kosten für die Baustellenüberfahrt bei Euch – kommentiert gerne!

10 Antworten auf „Kosten-SCHOCK: Termin mit dem Wegewart zur Baustellenüberfahrt / Gehwegüberfahrt“

  1. Hallo ihr Zwei, das hört sich ja richtig übel an. Das sind ja heftige Summen, die da aufgerufen werden.
    Aber man hört ja landauf, landab von Mehrkosten, die man nicht auf dem Schirm haben konnte.
    Aber für eine Baustellenüberfahrt stolze 7.200€….. das Schlimmste, wie ich meine: Von dem Teil hat man ja nicht nichtmal nachhaltig was.
    Unsere Bodenplatte mit rund 9T€ Mehrkosten verbleibt wenigstens unter dem Haus (hoffe ich zumindest 😉 ).

    P.S.: Danke für das aufmerksam Machen bzgl. Akismet

    1. Ich muss ehrlicherweise natürlich ergänzen, dass wir auch eine zweite Auffahrt für das zweite Grundstück bekommen, die als Kosten inkludiert sind, aber ich würde behaupten, dass da eventuell eine kleine Gewinnmarge bei der Stadt bleibt.

  2. Hoppla, das ist wirklich eine ordentliche Summe… oha.

    Bei uns lief das etwas anders; wir haben ja auf dem Dorf gebaut und hier gibt es keinen Gehweg. Dafür verläuft zwischen Grundstück und Straße ein Graben, den wir verrohren mussten. Für die Baustellenzufahrt wurden auf einer Länge von 10m Rohre gelegt und anschließend die Zufahrt geschottert und verdichtet – so breit dürfen wir die allerdings nicht lassen. Nur 3m sind gestattet, sodass wir das im Zuge der Pflasterarbeiten der Einfahrt wieder zurückbauen müssen. Auch wieder so doofe Kosten.

    Viel Erfolg und gute Nerven!

    Viele Grüße
    Anne

  3. Hallo Marcel,

    ich bin durch Johns Blog über den Rousseaupark auf euren Blog gestoßen. Wir planen auch im Rousseaupark zu bauen, haben am Donnerstag ein Grundstück ausgesucht und reserviert. Ich bin derzeit dabei, so viele Kosten wie möglich im Vorfeld zu planen, auch die Gehwegüberfahrt.
    Gott sei dank sind die Kosten bei uns um Längen weniger, zumindest ist das der Plan 😉
    Erstmal haben wir keinen Gehweg sondern ein Spielstraße, welche direkt ans Grundstück mündet. Dadurch wird die Fläche der Gehwegüberfahrt recht klein (ca. 5mx2m). Die 10m² kosten mich bei der ortsansässigen Tiefbaufirma ca. 1100,- Dazu kommt dann noch das Einfüllen von Recyling für die Stellfläche von LKWs etc. Diese lasse ich gleich auf eine Fläche von 72 m² befüllen, so dass ich diese hinterher als Untergrund für Carports verwenden kann. Diese Befüllung kostet ca. 1400,- Ich bin mit der Summe von 2500,- für meinen Baustraße+Stellplatz sehr zufrieden, wobei ich den Löwenanteil ja sogar für meine spätere Verwendung habe.

    VG
    Henric

    1. Was bin ich froh, dass ich gerade herausgefunden habe, dass die Stadt Ludwigsfelde, wo wir bauen genau 0€ für eine Gehwegüberfahrt berechnet. Einzig die Herstellung schlägt zu Buche. Ist man pfiffig, besorgt man sich den Bitumen und die Folie mit Hänger selber….. Heute kann ich etwas ruhiger schlafen 🙂

  4. Ich drücke Dir die Daumen Henric. Als Tipp von einem Freund habe ich noch bekommen, dass Strassen und Gehwege zu fotografieren, wenn bereits jetzt Schäden vorhanden sind, damit die Stadt bzw. der Wegewart später nicht vorbeikommt und sagt: „Hier kaputter Gehweg, noch mal zahlen!“

    Ich versuche gerade alle Baunebenkosten zentral zu sammeln und einen ausführlichen Beitrag dazu zumachen. Ich wollte auch noch einmal unsere Excel aufbereiten. Ich hoffe, ich kann es am Wochenende noch online stellen, vielleicht hilft es Dir ja auch: https://rahlstedt-bautagebuch.de/baunebenkosten/ – hatte gestern z.B. gerade erfahren, dass vor einer Baumfällung in Hamburg ein Ornithologen den Baum in der Schonzeit untersuchen muss und man erst dann fällen darf – bei Kosten für den Ornithologen liegen bei 850€ 🙁

  5. Moin,
    wir haben auch in Rahlstedt gebaut. Im OT mit dem Wegewart und der ausführenden Baufirma der Bauzufahrt wurde uns auch mitgeteilt, dass pauschal 4.000 € der Rückbau der alten Zufahrt und die Erstellung der Baustellenzufahrt kostet. Der Rückbau dieser sowie die Errichtung der entgültigen Zufahrt noch mal das gleiche. Somit lagen wir bei 8.000 € und das komplett in Vorkasse, bevor überhaupt ein Antrag bewilligt wird. Da schluckt man drei mal, um die Summe zu verdauen. Zum Glück sind wir auch zwei Bauherren und teilen uns die Kosten, da es auch eine Gemeinschaftszufahrt ist.
    Als Endabrechnung für die Bauzufahrt haben wir ca. 300€ wiederbekommen. Die entgültige muss ich noch beantragen, so dass die Abrechnung noch kommt.
    Krass sind auch die Anschlusskosten für Telefon, Strom und Wasser. Das waren zusammen auch über 5.000 € pro Partei…

    1. Aber die Politik der aktuell regirenden Partei in HH wirbt ja zu den Wahlen mit dem Slogen: „Wohnen in Hamburg muss bezahlbar bleiben“.

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