Unser Bausachverständiger: Kosten, Erfahrungen & Bewertung

Unser Bausachverständiger: Kosten, Erfahrungen & Bewertung
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Aus unserer Erfahrung ist eine der besten Investitionen beim Hausbau, die Zuhilfenahme eines Bausachverständigen. Ist die Sohle richtig geschüttet, ist das Schimmel am Dachgebälk oder wie geht man beim Wasserschaden vor. 

Ein Bausachverständiger kann hier wertvolle und neutrale Informationen und Bewertungen abgeben und den Bauträger oder das Gewerk auch zu Nachbesserungen auffordern.

Das Know-How und die Erfahrungen beim Hausbau eines Bausachverständigen sind in den stressigen Monaten wirklich Gold wert. 

Unser Bausachverständiger: Dipl.-Ing. Jens Lührsen (Hamburg)

Über den Bauherrenschutzbund werden je nach Region unterschiedliche Bausachverständige und Anwälte empfohlen. Für 200 Euro Jahresbeitrag bekommt man dann auch entsprechend Zugriff bzw. auch vergünstigte Preise. 

Wir haben in Hamburg sowohl eine Vertragsprüfung durch einen Bauanwalt (in unserem Fall der Rechtsanwalt Dr. Florian Krause-Allenstein), als auch die Expertise eines Bausachverständigen genutzt. 

In Hamburg stehen mit Herrn Jens Lührsen und Herrn Uve Schwencke zwei Bausachverständige zur Auswahl. Nach einem ersten Telefonat und einem Kennenlernen vor Ort (Hoheluft), haben wir uns direkt für Herrn Lührsen entschieden – eine sehr gute Wahl.

Herr Lührsen hatte mit Metis bisher nur eine Bauerfahrung, die aber grundsätzlich positiv verlief und kannte aber auch Sternhaus. Im Gespräch vermittelte uns Herr Lührsen ein sehr gutes Gefühl, das auch im späteren Baufortschritt nie enttäuscht wurde und uns wirklich bei einigen Themen (z.B. Bautrocknung, Sohle etc.) vor bösen Überraschungen bewahrt hat. 

Bei den Vorort-Terminen machte er einen sehr professionellen Eindruck und schaffte es aber auch den passenden Ton zu den Handwerkern oder Herrn Schümann (von Metis) zu finden. Wirklich super.

Wir würden Herr Lührsen immer wieder als Bausachverständigen wählen.

Wann und wie oft kommt ein Bausachverständiger?

Ein Bausachverständiger kommt an festgelegten Punkten zur Abnahme von Gewerken bzw. schaut sich entsprechende Zwischenstände an. In der Regel kommt er 6 bis 9 Mal auf die Baustelle, bei konkreten Fragen auch öfter. 

Grundsätzlich sollte die Kontrolle immer dann erfolgen, wenn ein Gewerk noch nicht geschlossen ist, d.h. nur durch zerstörende Maßnahmen geprüft werden kann z.B. während der Schüttung der Sohle oder auch bevor der Estrich verfüllt wird, damit der Bausachverständige sich z.B. einen Eindruck von der Fußbodenheizung machen kann.

Nach folgenden Bauabschnitten empfiehlt sich eine Kontrolle:

  Gewerk Zeitpunkt
1. Fundamente & Sohlplatte mit Prüfung von Grundleitungen und Planum Nach Verlegung der Bewehrung und vor dem Betonieren.
2. Bewehrungsabnahme der Decken über Kellergeschoss, Erdgeschoss und Obergeschoss sowie der Sockelabdichtung im Rohbau Erdgeschoss Nach Verlegung der Bewehrung und vor dem Betonieren.
3. Dachstuhl / Rohbau OG: Nach Montage der Regenrinne und vor der Dacheindeckung Unmittelbar nach Aufstellen des Dachstuhls und Montage der Regenrinnen.
4. Luftdichte Gebäudehülle und der Fenstereinbau Unmittelbar nach Fenstereinbau
5. Grundinstallation und Trockenbau (empfohlen mit Luftdichtheitsmessung) Vor Schließung der Dachschrägen mit Gipskarton bzw. vor Innenputz.
6. Innenputz, Estrichdämmung und Fußbodenheizung Unmittelbar nach Verlegung der Estrichdämmung und der Fußbodenheizung. Vor Verlegung des Estrichs.
7. Abdichtungen des Fliesenlegers, der Fliesenarbeiten und dem Restausbau Im Verlauf der Fliesenarbeiten, mit besonderem Schwerpunkt auf Abdichtungen von bodengleichen Duschen u.ä. (soweit vorhanden)
8. Endmontage und Vorabnahme Unmittelbar vor Fertigstellung bzw. vor Abnahme.
9. Begleitung bei der Abnahme  

Die Kosten für einen Bausachverständigen

Der Stundensatz für einen selbstständigen Baugutachter liegt zwischen 70 und 100 Euro plus Anfahrtsweg, Nebenkosten und Kommunikationsaufwand (eMail, Briefe etc.).

Beim Bauherrenschutzbund werden die Kosten der Bausachverständigen einheitlich geregelt und sind preislich ok eingeordnet. Wichtig ist: Die Fahrtzeit ist Beratungszeit und wird auf der Grundlage der Honorarsätze der Bauherrenberater vergütet.

Grundberatung Bauherrenberater kostenfrei (1 Stunde)
Stundensatz Bauherrenberater 85,00 Euro brutto
Stundensatz Sekretariat 45,00 Euro brutto
Fahrtkosten pro km 0,85 Euro brutto
Nebenkosten pauschal 5% des Beratungshonorars

Die schriftliche Dokumentation kommt noch mal dazu. 

Die Kosten für die Abnahme von einem Gewerk liegen damit bei ca. 150 Euro und die Gesamtkosten für die Begleitung eines Hausbau-Projektes zwischen ca. 1.500 und 2.000 Euro.

Wie findet man einen passenden Bausachverständigen?

Wir empfehlen auf der Seite des Bauherrenschutzbundes in seiner Region nach einem passenden Bauherrenberater zu suchen. Alternativ gibt es noch eine große Anzahl an weiteren Anlaufstellen.

Dabei sind die Kriterien um einen passenden Bausachverständigen zu finden wie folgt:

  • Erste Wahl sollte auf einen unabhängigen Sachverständigen fallen und nicht auf den Architekten oder Bauingenieur vom Bauträger zurückzugreifen, da diese nicht unparteiisch agieren kann
  • Als Ausbildung gilt ein öffentlich bestellter und vereidigter Bausachverständiger als besonders gut qualifiziert und unabhängig, da dessen Ausbildung die einzige ist, die eigentlich übergreifend akzeptiert wird
  • Als Alternative bieten sich auch noch gewöhnliche Architekten und Bauingenieure an, wobei dort Generalisten einem Spezialisten vorzuziehen ist, da im Verlauf des Bauprojektes eine Vielzahl an unterschiedlichen Gewerken geprüft werden muss.

Weitere Anlaufstellen für Baugutachter

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