Noch vor Weihnachten: Die Bautrocknung beginnt

Noch vor Weihnachten: Die Bautrocknung beginnt
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Durch den verregneten Herbst und die immer stärker werdenden Stürme, ließ es sich kaum vermeiden, dass wir uns mit dem Thema Wasser beim Hausbau bzw. Wasser im Rohbau auseinandersetzen dürfen. Als das Haus noch offen war, haben wir regelmäßig die Pfützen und das im Haus stehendende Wasser mit Besen herausgefegt – so gut es ging, aber gerade das Mauerwerk hat einiges an Wasser abbekommen. 

Für uns war nun die Frage: Wie gehen wir damit um? Was sagt der Bausachverständige? Werden wir Schimmelprobleme bekommen?

Der Problemfall: Die Haustrennwand

Insbesondere die Haustrennwand zwischen den Doppelhäusern, bestehend aus Kalksandstein, hat sehr viel Wasser aufgesogen. Dies wird deutlich über die dunklere Färbung der Steine, besonders gut zusehen an der untersten Steinreihe. Aber auch die übrigen Porenbetonsteine werden einiges an Feuchtigkeit aufgenommen haben, es ist aber deutlich weniger gut sichtbar durch eine Steinfärbung.

Bautrocknung Wohnzimmerwand: Feuchtigkeit & Flecken

Das Problem entsteht, wenn zusätzlich zu der Feuchtigkeit in den Steinen, auch nochmals Feuchtigkeit durch den Innenputz und durch den Estrich in das Hausgebracht wird. Zum einen kann die Feuchtigkeit aus den Steinen nicht besonders gut entweichen, wenn der Innenputz aufgebracht ist bzw. kann kaum entweichen, wenn der Estrich gegen die unterste Steinreihe drückt, zum anderen ist natürlich auch davon auszugehen, dass die Dämmung zwischen den Häusern eine entsprechende Feuchtigkeit aufweist.

Die Empfehlung vom Bausachverständigen

Die Einschätzung von unserem Bausachverständigen Herrn Lührsen war relativ klar: wir müssen vor dem Innenputz und dem Estrich eine künstliche Trocknung einleiten. Außerdem war die Empfehlung zusätzliche Heiztrockner aufzustellen, damit über eine erwärmte Luft und eine regelmäßige Lüftung ein zusätzlicher Feuchtigkeitstransport aus dem Haus entsteht.

Beispiel für eine Bautrockung & Gerät 

Um die Feuchtigkeit aus der Haustrennwand abzuleiten, sind entsprechende Bohrungen in die Wand notwendig, über die dann Luft gezogen und in das Haus geleitet wird. Hierdurch soll die vorhandene Feuchtigkeit langsam aus der Isolierschicht zwischen den Häusern entfernt werden. Die Bautrockner laufen dann 24/7, d.h. rundum die Uhr. Um den Abtransport der Luft zu gewährleisten, muss ein steter Luftstrom vorhanden sein, zum Beispiel über gegenüberliegende und gekippte Fenster oder auch über regelmäßiges Stoßlüften.

Entsprechend der Empfehlung von Herrn Lührsen, wurden zwei Bautrockner im Haus platziert (Erdgeschoss und Obergeschoss) mit jeweils 6 Bohrungen.

Heizlüfter: Feuchtigkeit im Wohnzimmer

Bautrocknung Rohbau: Feuchtigkeit im Wohnzimmer
Kernbohrung in der Haustrennwand zur Bautrocknung

Bautrocknung im Obergeschoss und Kinderzimmer

Jan Schümann von Metis zeigte sich sehr kooperativ und vermittelte uns auch noch kurz vor Weihnachten einen entsprechenden Handwerksbetrieb (Großenasper Hausbau), der die Kernbohrung in die Hauswand vornehmen und die Bautrockner aufstellen konnte. Am Freitag, den 22.12., ging leider bei der Kernbohrung der Bohrkopf kaputt, so dass dann aber trotzdem noch am Samstag, den 23.12. die Bohrung fortgesetzt wurde und die Bautrockner aufgestellt werden konnten. Ein toller Einsatz und eine gute Unterstützung durch unseren Bauleiter und den Bauträger – sicherlich kein ganz günstiger Einsatz.

Die Kosten und der Stromverbrauch

Die Kosten für die Bautrocknung übernimmt bei uns Metis, so dass ich keine genauen Angaben zu Miet- und Handwerkerkosten machen kann. Der Stromverbrauch liegt bei ca. 2 kWh, d.h. ca. 50 Kilowatt pro Gerät. Die Stromkosten belaufen sich daher auf ca. 30 Euro pro Tag (bei 0,30 Euro pro kWh im aktuellen Tarif bei Vattenfall).

Der aktuelle Fortschritt der Bautrocknung

Im Folgenden werde ich regelmäßig Fotos vom Fortschritt der Bautrocknung posten.

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